Kurzbericht: Kein(en) Tag der Bundeswehr

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Um gegen den sogenannten “Tag der Bundeswehr” zu protestieren, fanden sich AntimilitaristInnen und Friedensbewegte aus unterschiedlichen Organisationen und Generationen am Samstag, den 11. Juni 2016, zusammen. Der bunte Protest wurde von der Samba-Band “Lokomotive” und Aktionen begleitet. Mit einer voll besetzten Busfahrt aus Stuttgart und Tübingen und weiteren Menschen aus der Umgebung waren an der Kundgebung ca. 60 Personen beteiligt. Es wurden “Leichen” gebastelt, die mit roter Farbe verziert wurden, um auf die Folgen der Militärpropaganda der Bundeswehr hinzuweisen. Mit einer Schablone und pinker Sprühfarbe wurde der Spruch “Krieg beginnt hier!” auf die Straße gebracht. An die BesucherInnen und PassantInnen wurden Flyer verteilt, die auf die Rolle der Bundeswehr hier und bei Auslandseinsätzen hinwiesen.

Die Polizei war stark vertreten und schickanierten die Anwesenden an den Mahnwachen konstant. Nachdem die Kundgebung am genehmigten Ort zunächst nicht zugelassen wurde, blieb seitens der Polizei nichts unversucht, um die Kundgebung und den Protest zu verunmöglichen: AktivistInnen, die Flyer auf dem Gehweg an Passanten verteilten, wurden aufgefordert den Weg zu verlassen und nur von der Wiese aus mit Rücken zur Kaserne zu stehen. Es gab auch einige Verhaftungen von AntimilitaristInnen, die versuchten sich ein Bild vom sogenannten “Tag der Bundeswehr” zu machen. Gegen diese wurden Platzverweise ausgesprochen, dabei berief sich die Polizei auf das Hausrecht der Bundeswehr. Trotzdem gelang es Aktiven, in das Gelände einzudringen und ein Die-In zu machen. Auch wurden Fotos von einem Stand des “Tags der Bundeswehr” in Stetten am Kalten Markt geleakt, an denen deutlich zu sehen ist, wie Kinder an Maschienengewehre gelassen werden. Es ist und bleibt unerträglich, dass das Ausbilden zum Töten so verharmlost wird!

Quelle der Bilder