Bericht: Antikriegstag Stuttgart 2020

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Der Antikriegstag am 1. September soll an die Schrecken des zweiten Weltkriegs erinnern und vor weiteren Kriegen mahnen. Am 1. September 1939 überfiel das faschistische Deutschland Polen und begann damit den zweiten Weltkrieg. Seit 1957 ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) jedes Jahr zu zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland auf. Das Motto der jährlichen Kundgebungen ist: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“

Der Antikriegstag begann dieses Jahr um 17 Uhr mit einer Kundgebung am Mahnmal für die Opfer des Faschismus. Nach einer Rede der IGM und der VVN-BdA hat auch das OTKM einen Beitrag in Form eines Straßentheaters gehalten. Dieses Jahr ging es in unserem Theater um die Schattenseiten der EU, wie Aufrüstung, Militarisierung, Krieg und Abschottung an den Außengrenzen.

Tatkräftiges Engagement gegen Krieg und Aufrüstung ist in diesen Tagen bitter nötig. Mehr als 32 offene Kriege und bewaffnete Konflikte haben Konfliktforschungsinstitute im vergangenen Jahr gezählt. In dutzenden weiteren Ländern haben Kriege die Lebensgrundlagen der Bevölkerung für viele Jahre zerstört. Millionen Menschen werden durch Kriege und ihre Folgen zur Flucht gezwungen und verlieren dabei alles was sie besitzen. Jedes Jahr sterben jährlich 100.000de Menschen allein durch die direkten bewaffneten Auseinandersetzungen.

Als viertgrößter Waffenexporteur und durch dutzende Auslandseinsätze der Bundeswehr mischt Deutschland im internationalen Kriegs- und Rüstungsgeschehen kräftig mit. Da auch viele Unternehmen, Rüstungskonzerne und Banken vom tödlichen Geschäft profitieren. Damit profitiert der Konzern von der menschenverachtenden EU-Abschottungspolitik an den Außengrenzen. Panzer von Rheinmetall kamen z.B. beim völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der türkischen Armee gegen die hauptsächlich von KurdInnen bewohnter Rojava zum Einsatz. Die DWS, Investment-Tochter der Deutschen Bank, hielt 2017 Anteile im Wert von 3,4 Milliarden Euro an mehreren Rüstungsfirmen. Beim lukrativen Geschäft mit Atomwaffen ist die Deutsche Bank auch vorne mit dabei: Im Jahr 2016 wurden über 4,8 Milliarden Euro in Atomwaffen-Hersteller investiert.

Wenn du dich auch gegen Krieg und Militarisierung engagieren willst,

dann schau doch mal beim nächsten OTKM vorbei. Wir treffen uns jeden ersten Montag im Monat im Linken Zentrum Lilo Hermann um 19 Uhr.

Das nächste OTKM bei dem wir den Antikriegstag und den Blockadetag in Kassel nachbereiten werden findet am Montag 7. September statt.