Moria brennt!

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Mal wieder. Doch diesmal ist das Lager nahezu vollständig abgebrannt. Seit Jahren steht Moria sinnbildlich für die brutale Ausbeutungs- und Abschottungspolitik der EU. Immer mehr Menschen musste auf die Insel fliehen, das heillos überfüllte Lager platze aus allen Nähten. Faschisten griffen Geflüchtete, NGOs und Journalisten an, es kam zu Bränden, Gewalt und Krankheiten nahmen zu. Wegen Corona-Fällen wurde das Lager vollständig abgeriegelt und tausenden Menschen dem Virus ausgesetzt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Lage völlig eskaliert. Die EU und Deutschland haben nicht nur jahrelange weggeschaut, sie haben diesen Zustand durch stetige Aufrüstung herbeigeführt und ihn bereitwillig in Kauf genommen. Viele Menschen sind nun in die umliegenden Wälder geflohen oder versuchen die Hauptstadt von Lesvos zu erreichen. Wie es für sie weiter geht, ist unklar. Was allerdings feststeht, ist, dass wir uns auf den Staat und die PolitikerInnen nicht verlassen können, die gerne viel von Menschenrechten reden, in der Praxis aber das völlige Gegenteil tun. Wir müssen selbst aktiv werden und uns fernab von Beteiligungsregeln für eine Gesellschaft einsetzen, in der, der Wert eines Menschen nicht anhand des wirtschaftlichen „Nutzen“ definiert wird.

Für eine solidarische Gesellschaft ohne Ausbeutung, Abschottung und Konkurrenz!