Foto-Aktions-Bericht: No More Camps – Situation auf griechischen Inseln weiterhin katastrophal

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Die Lage in den griechischen Geflüchtetenlagern ist in den Medien inzwischen nur noch eine Randnotiz wert. Nach dem großen Brand in Moria im September ist es still geworden, dabei spitzt sich die Lage auf Lesvos und den anderen griechischen Inseln immer weiter zu. Mit dem kommenden Winter wird es sich noch weiter dramatisieren. Nach starken Regenfällen stehen die Zelte in Kara Tepe unter Wasser, es gibt kein Strom oder Licht, die Menschen müssen sich im Meer waschen und zwei Stunden für Nahrungsmittel anstehen. In einem Geflüchtetenlager auf Samos, das auch heillos überfüllt ist, hat es vor einigen Tagen gebrannt. Das Lager ist kaum noch bewohnbar, die Menschen werden aber nicht aufs Festland gebracht, sondern müssen ausharren. Die EU schaut weiterhin zu, dreschen hohle Phrasen von einer europäischen Lösung, aber Inhalte gibt es, wie zu erwarten, nicht. Stattdessen führt die EU ihre Strategie einer Abschreckungs- und Abschottungspolitik weiter und die Befugnisse von Frontex werden sogar noch erweitert, obwohl diese sich bei illegalen Push-backs vor der griechischen Küste beteiligt haben.

Vor zwei Monaten riefen wir unsere Kampagne „No More Moria – No More Camps“ ins Leben. Mit dieser wollen wir kontinuierlich auf die Situation in Moria und den anderen Lagern und die menschenverachtende EU-Politik aufmerksam machen. Deswegen riefen wir heute zum interaktiven Stadtspaziergang auf, um das Thema wieder ins Bewusstsein der Menschen zu holen.

Hier könnt ihr euch selbst ein Bild über einen Teil unserer Aktionen machen:

Wir bleiben auch weiterhin aktiv!

Smash Fortress Europe!